Das Judentum im Ruhrgebiet

Die Jüdische Gemeinde Duisburg-Mülheim-Oberhausen hat einen neuen Vorstandsvorsitzenden: Im Verlauf einer konstituierenden Sitzung wählten die neun Mitglieder des Gemeinderates am Sonntag Dr. Henry Hornstein, bislang einer der Stellvertreter von Jacques Marx. derwesten.de berichtet

Eine Vorsitzendendynastie wird fortgesetzt. Der scheidende Vorsitzende Jacques Marx übergibt die Amtsgeschäfte seinem Sohn Patrick. Die Jüdische Allgemeine berichtet.

Klage in Bielefeld gegen Vorstand

Ein Streit eskaliert und wird nun wohl vor Gericht ausgetragen. Zwei Lokalzeitungen berichten:

Der seit langem in der Jüdischen Kultusgemeinde schwelende Streit hat jetzt sogar eine strafrechtliche Dimension bekommen: Wie Behördensprecher Reinhard Baumgart mitteilte, hat die hiesige Staatsanwaltschaft gegen die Vorstandsmitglieder Irith Michelsohn (56) und Paul Yuval Adam (51) Anklage wegen gemeinschaftlicher Untreue erhoben. Bei der Neuen Westfälischen weiterlesen

Der Vorstand der jüdischen Kultusgemeinde Bielefeld muss sich wegen des Verdachts der Untreue vor dem Amtsgericht verantworten. Die Anklage wirft ihnen vor, 23 870 Euro aus der Gemeindekasse veruntreut zu haben, sagte Oberstaatsanwalt Reinhard Baumgart am Mittwoch. Beim Mindener Tageblatt weiterlesen

Die Jüdische Liberale Vereinigung EtzAmi trifft sich einmal monatlich zum Schacharit Schabbat:

Wann das nächste Mal? Schabbat 13. Februar 2010 (29. Schewat 5770, Wochenabschnitt Mischpatim - Schekalim) 10:00 Uhr.
Ort: Die alte Synagoge Selm Bork

Die Hattinger Synagoge

Auf der Mittelinsel des August Bebel Straße in Höhe Bahnhofstraße/ Weiltor erinnern Stolpersteine an jüdische Mitbürger unserer Stadt. An dieser Stelle stand bis 1938 die Hattinger Synagoge. H1-Foto: Archiv LRF/HAT(www.hattingen-eins.de) 1856 wurde der Synagogenbezirk Hattingen gegründet, dem zuerst auch Linden, Dahlhausen, Wattenscheid und Gelsenkirchen angehörten. Im Jahre 1869 kamen Blankenstein, 1894 Sprockhövel hinzu. Ein besonderes Ereignis in der Geschichte der Hattinger Juden brachte das Jahr 1872. Am 13. September konnte die Gemeinde ihre neue Synagoge an der Bahnhofstraße, ein Geschenk ihres langjährigen Vorsitzenden Liefmann Gumperz, einweihen. Hinter der Synagoge plante die Kultusgemeinde für die jüdischen Kinder der Region die Errichtung eines eigenen Gebäudes für die israelitische Privatschule.

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten auch in Hattingen die Nazi- Schergen die Synagoge nieder und schäbdeten die Friedhöfe an der Bismarckstraße und an der Blankensteiner Straße. Als Täter kommen wahrscheinlich SA- Männer der Nachbarstädte, unterstützt von Einheimischen, in Frage. Die aus der brennenden Synagoge gerettete Thorarolle soll in einem Grab auf dem jüdischen Friedhof an der Blankensteiner Straße ruhen. Die Reste der ausgebrannten Synagoge wurden abgerissen, die Grundstücke Bahnhofstraße 8 und Bahnhofstraße 8a 1941 vom Deutschen Reich beschlagnahmt und dem Finanzamt Hattingen unterstellt. Der im Juli 1987 eingeweihte „Synagogenplatz“ mit dem Denkstein „Gegen das Vergessen“ der Hattinger Künstlerin Ulla H´loch- Wiedey erinnert an die 1938 zerstörte Synagoge. Alljährlich finden dort zum 9. November Gedenkveranstaltungen statt

Wie Jacques Marx in einem Interview in der Jüdischen Allgemeinen berichtet, zeichnet sich ein Vorstandswechsel ab. Nach 38 Jahren als Vorsitzender. Einen geeigneten Nachfolger sieht er, nach eigenen Angaben, nicht.

Kabbalat Schabbat für Studenten und junge Erwachsene

in der jüdischen Gemeinde Dortmund

am 05.02.2010, ab 18:00 Uhr.
Um Voranmeldung unter rabbinat@jkgd.de wird gebeten.

Synagoge in Unna wird am 2. Mai eröffnet

Als „Jüdisch kulturell-integrative Verein „Stern” e.V. Unna” feierte man 2005 noch mit Chabad den ersten Schabbat in Unna. 2007 formierte der Verein sich neu und zählt heute zur Union Progressiver Juden.

Die Gemeinde wird am Sonntag, den 02. Mai ihr neues Gemeindezentrum mit Synagoge in Unna-Massen eröffnen. 2007 hatte die kleine Gemeinde 57 Mitglieder und sich neu als „Jüdischen Gemeinde für den Kreis Unna e.V.” aufgestellt. Das Gemeindezentrum diente zuvor als Bodelschwinghhaus einer evangelischen Kirchengemeinde als Domizil.

In einem Duisburger Kindergarten werden jüdische, christliche, muslimische und behinderte Kinder gemeinsam betreut. Auch das Erzieherteam ist multireligiös. Am Mittwoch (27. Januar) erhält die Einrichtung den Duisburger Preis für Toleranz und Zivilcourage. (Titel anklicken um den Artikel auf DerWesten.de zu lesen)